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Gemeinde Langfurth im Landkreis Ansbach  |  E-Mail: poststelle@langfurth.de  |  Online: http://www.langfurth.de

Die Polizeiinspektion Dinkelsbühl informiert!

Unfallflucht!

Ein häufiges Übel mit schwerwiegenden Folgen.

Im Dienstbereich der Polizeiinspektion Dinkelsbühl, also im Altlandkreis Dinkelsbühl, kam es im Jahresverlauf 2016 zu insgesamt 1090 Verkehrsunfällen. Dabei wurden ein Mann tödlich, 46 Personen schwer und 150 Menschen leicht verletzt.

Nach Abzug der Unfälle mit Wildtieren blieben noch circa 640 qualifizierte Verkehrsunfälle.

Davon waren 127 als „Unfallfluchten" zu bearbeiten. Das bedeutet, dass bei fast 20% oder jedem 5. Verkehrsunfall der Verursacher von Unfallort verschwindet, ohne sich um die Schadensregulierung zu kümmern, also den Geschädigten auf dem Schaden sitzen lässt.

Glücklicherweise blieb es bei den meisten Unfallfluchten bei Blechschäden.

Die Aufklärungsquote 2016 lag bei 43%. Dies ist unter anderem aufmerksamen Zeugen und der Verbreitung des Vorfalls in den Medien zu verdanken!

Erstaunlich ist, dass die ermittelten Verursacher dieser Unfälle selten ein nachvollziehbares Motiv, wie beispielsweise Trunkenheit oder Fahren ohne Führerschein, zeigen!

 

Der § 142 Strafgesetzbuch (StGB) „Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort" beschreibt das vorgeschriebene Verhalten nach einem Verkehrsunfall detailliert. Es ist keine Verständigung der Polizei vorgeschrieben, aber kaum ein Verkehrsteilnehmer dürfte in der Lage sein diese Vorgaben unter der Stresssituation eines Unfalles fehlerfrei zu vollziehen. Deshalb rufen Sie bitte sofort, ohne sich und/oder ihr Fahrzeug vom Unfallort zu entfernen, die

 

110

 

an!!!

 

Wenn gegen Sie wegen eines Vergehens gem. § 142 StGB ermittelt wird setzen Sie sich folgender Gefahren aus:

 

  1. Freiheitsstrafe bis drei Jahre oder Geldstrafe (meistens ein Monatslohn oder mehr); Sie sind vorbestraft!

  2. Entzug der Fahrerlaubnis ist möglich!

  3. Gegebenenfalls Probleme bei der Schadensregulierung mit Ihrer Haftpflicht- und Kaskoversicherung, weil Sie vertragswidrig gehandelt haben!"

  4.  

Wollen Sie es wirklich so weit kommen lassen? Jeder Zweite wird erwischt!!!

Also wenn es kracht, kratzt, schleift, rumpelt oder sonst ein ungewöhnliches Fahrgeräusch entsteht das auch nur im entferntesten einen Anstoß an einem Hindernis vermuten lässt:

 

  • Halten Sie sofort an!
  • Sichern Sie die Unfallstelle!
  • Verständigen Sie die 110!
  • Helfen Sie Verletzten!
  • Geben Sie sich als Unfallbeteiligter zu Erkennen!

 

Ihre Polizeiinspektion Dinkelsbühl

Walter Kraft, Dienststellenleiter

 

 

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