Aus dem Gemeinderat

Im September 2020 fand eine Bauausschusssitzung am 03.09.2020 und eine ordentliche Gemeinderatssitzung am 08.09.2020 (inkl. Vorabtermin an der Kläranlage Dorfkemmathen) statt.

 

Anschaffung Geschwindigkeitsmessanlage

 

Gemeindegebiet. Der Gemeinderat entschied sich - im Rahmen seiner letzten Sitzung - für die Anschaffung einer Geschwindigkeitsmessanlage, damit die Gemeindeverwaltung dadurch - zumindest punktuell - eine Prävention im Hinblick auf den schnellen Durchgangsverkehr in unseren Ortsteilen ausüben kann. Durch das Gerät sollen Risiken minimiert und schädliche Folgen abgeschwächt werden. Die tatsächliche Auslieferung des Gerätes wird voraussichtlich Ende November 2020 stattfinden. Die von einem Leihgerät, im Vorfeld zur oben genannten Anschaffung, an den verschiedensten Standorten ermittelten Messungen ergaben, dass sich im Schnitt zwei von drei Fahrzeugen nicht an die vorgeschriebene Geschwindigkeit von 50 km/h ab unseren Ortsschildern halten. Die „Rekordgeschwindigkeit“ in der Zeit vom 22.07.2020 bis zum 07.09.2020 wurde an der Ortseinfahrt von Ammelbruch nach Langfurth kommend gemessen, als ein Fahrzeug die Messanlage mit über 120 km/h passierte.

 

Aktuelles von der Kläranlage Langfurth

 

Langfurth/Oberkemmathen. Mit zwei erforderlichen Nachträgen setzte sich der Bauausschuss in dessen vergangener Sitzung auseinander. Als Referent war Herr Stefan Musch vom Ingenieurbüro Biedermann zu Gast. Aufgrund der aktuellen gesetzlichen Vorgaben ist es zwischenzeitlich erforderlich, die Fläche (ca. 25 m²) vor dem „Fällmittelbehälter“ nicht mit der ursprünglich eingeplanten Beton- sondern mit einer Gussasphaltschicht auszustatten. Die diesbezüglichen Mehrkosten belaufen sich auf ca. 6.000,00 EUR (brutto).

 

Für die künftige Schlammpressung ist es wichtig, dass der vorhandene Klärschlamm eine gleichbleibende Festigkeit hat. Dies wird durch die Installation eines sogenannten „Eindickers“ sichergestellt, der zwischenzeitlich auch bereits im früheren Nachklärbecken unserer Kläranlage installiert wurde. Durch den „Eindicker“ wird zum einen eine höhere Schlammspeicherkapazität gewährleistet und zum anderen muss während der Pressphase kein Klärwärter vor Ort sein, um eine manuelle Dosierung der Festigkeitsmasse durchzuführen. Insgesamt werden diesbezüglich wohl Mehrkosten von bis zu 15.000,00 EUR (netto) anfallen.

 

Derzeit gehen wir weiterhin davon aus, dass es, wie bereits angekündigt, Mitte Oktober 2020 zur finalen Bauabnahme der „neuen“ Kläranlage kommen wird. Der Geschäftsführer des von uns beauftragten Ingenieurbüros - Herr Christian Schmaus - wird diesbezüglich im Rahmen der nächsten Gemeinderatssitzung am Dienstag, den 13.10.2020 referieren.

 

Anschluss der gemeindlichen Pumpstationen an das Breitbandnetz

 

Gemeindegebiet. Damit unsere sieben Pumpstationen im Gemeindegebiet zukünftig auch mit unserer „neuen“ Kläranlage in Langfurth/Oberkemmathen „EDV-technisch“ kommunizieren können, ist es notwendig und sinnvoll, diese - im Rahmen der aktuellen Breitbandarbeiten - ebenfalls mit einer Anschlussmöglichkeit auszustatten. Für die tatsächliche Umsetzung dieser nachhaltigen und kostensparenden Investition entschied sich der Gemeinderat in dessen jüngster Sitzung und kam damit den Empfehlungen unseres Breitbandberaters und eines bekannten Ingenieurbüros nach. Die diesbezüglichen Mehrkosten werden sich, gemäß einer ersten Kostenschätzung, wohl auf insgesamt 60.000,00 EUR belaufen. Unter Berücksichtigung einer Förderung von 90 % verbleibt für die Gemeinde Langfurth noch ein Eigenanteil in Höhe von voraussichtlich 6.000,00 EUR. Zu gegebener Zeit muss die Technik der einzelnen Pumpstationen dann noch entsprechend nachgerüstet bzw. angepasst werden.

 

Grundsatzbeschluss Bauplatzreservierungen

 

Gemeindegebiet. Die Gemeinde Langfurth verfügt derzeit lediglich noch über acht freie Bauplätze (drei im Ortsteil Ammelbruch und fünf im Ortsteil Dorfkemmathen). Ein Teil dieser Bauplätze wurde bereits durch Bauinteressenten reserviert. Aufgrund der immer wiederkehrenden Nachfragen über vorhandene freie Bauplätze ist es äußerst schwierig, potenziellen Grundstückserwerbern eine fundierte Aussage zu freien Bauplätzen zu geben, da die Gemeindeverwaltung erst abfragen muss, ob für die bereits reservierten Baugrundstücke weiterhin Bedarf besteht, oder ob die möglichen Bauherren ihre Reservierung aufheben möchten. Daher fasste der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung den Beschluss, dass künftig nur noch für eine maximale Dauer von drei Monaten - beginnend aber der Anzeige der Reservierung bzw. des Kaufinteresses - eine Bauplatzreservierung möglich ist. Des Weiteren wird der Bauzwang auf den erworbenen Grundstücken von ursprünglich vier auf dann drei Jahre reduziert. Diese neue Regelung wird dann auch für die sich bereits in Planung befindlichen Baugebiete in Ammelbruch (Hesselbergblick II), Langfurth (Birkenbusch II) und Oberkemmathen (Brummfeld II) Anwendung finden.

 

Jugendcontainer (Bauwagen) Dorfkemmathen

 

Dorfkemmathen. Für den unentgeltlichen Erwerb des Dorfkemmathener Bauwagens lagen der Gemeindeverwaltung Interessensbekundungen vor. Im Amts- und Mitteilungsblatt Juli 2020 fand eine entsprechende Ausschreibung statt. Der Gemeinderat beschloss nun - in seiner letzten Sitzung - die tatsächliche Vergabe des Jugendcontainers mit der Auflage, dass der notwendige Abtransport in absehbarer Zeit erfolgt sein muss.

 

gez. Simon Schäffler

1. Bürgermeister

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